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YouTube
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top
YouTube (Aussprache [ oder ]) ist ein 2005 gegrĂźndetes Videoportal des US-amerikanischen Unternehmens YouTube, LLC mit Sitz im kalifornischen San Bruno, welches seit 2006 eine Tochtergesellschaft von Google LLC ist. Benutzer kĂśnnen auf dem Portal kostenlos Videoclips ansehen, bewerten, kommentieren und selbst hochladen. 2019 erzielte YouTube einen Jahresumsatz von 15 Milliarden Dollar.cite-ref-1[1]
Die Einnahmen werden zum GroĂteil durch das Abspielen von Werbespots generiert.cite-ref-2[2]
YouTube bietet drei Formen der Zugänglichkeit an: Ăffentlich, Ungelistet oder Privat. Standard sind Ăśffentliche Videos. Diese sind von jedermann anzusehen und in Suchergebnissen zu finden. Private Videos sind nur fĂźr den Uploader abspielbar. Ungelistete Videos sind nur mit Kenntnis des Aufruf-Links zugänglich; sie erscheinen nicht in Kanälen oder Suchergebnissen. Links zu ungelisteten vor 2017 hochgeladenen Videos wurden 2021 automatisch auf âPrivatâ gestellt und somit unsichtbar â auch in Playlists.cite-ref-3[3]
Ăber das YouTube-Partnerprogrammcite-ref-4[4] ist es den Produzenten von Videos seit 2007 mĂśglich, Geld zu verdienen (Videos monetarisieren). Häufig organisieren sich Produzenten zu Kooperationen in Netzwerken (âMulti-Channel-Networkâ).cite-ref-5[5]
Contents
⢠Geschichte
⢠Logos
⢠Technik
⢠YouTube-Kanal
⢠Videoqualität
⢠Nutzung
⢠Statistik
⢠Energieverbrauch
⢠Klickbetrug
⢠Bedeutung
⢠Finanzierung
⢠Subnetzwerke
⢠Urheberrecht
⢠Zensur
⢠Tßrkei
⢠China
⢠Pakistan
⢠Weitere Staaten
⢠SesamstraĂe
⢠Microsoft
⢠YouTube TV
⢠YouTube Premium
⢠Auszeichnungen
⢠Nach Views
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte
GrĂźndung und erstes Wachstum (2005 â 2006)
YouTube wurde am 14. Februar 2005 von den ehemaligen PayPal-Mitarbeitern Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim gegrĂźndet. Der Begriffsteil âTubeâ (eigentlich: RĂśhre) bezeichnet umgangssprachlich einen Fernseher, abgeleitet von der darin frĂźher verwendeten âcathode ray tubeâ (dt. KathodenstrahlrĂśhre). Der Name im Ganzen (wĂśrtlich: Du RĂśhre) kĂśnnte als âDu sendestâ verstanden werden. UrsprĂźnglich sah das Konzept eine Art Datingplattform vor, allerdings wurde dieses Konzept nur wenige Tage nach dem Start verworfen.cite-ref-6[6] Es hatte sich gezeigt, dass die wenigen ersten Benutzer der Plattform anstelle von Dating-Videos Videos ihrer Haustiere oder von Urlaubserlebnissen hochgeladen hatten. Dies fanden die drei GrĂźnder interessant und änderten das Konzept der Plattform in ein allgemeines Videoportal, bei dem die Nutzer selbst die Videoinhalte bestimmten. Dies stieĂ auf groĂen Anklang. Schon damals konnten hochgeladene Videos mit âGefällt mirâ-Zeichen und Kommentaren versehen werden.cite-ref-7[7] Der ursprĂźngliche Slogan âBroadcast Yourselfâ (deutsch: âstrahle dich selbst ausâ) bedeutete, dass jeder durch YouTube-Kanäle einen privaten fernsehähnlichen Kanal nachstellen kann. Dieser Spruch wurde bei einer Neugestaltung der Webpräsenz im Januar 2010 entfernt.cite-ref-8[8]
Das erste Video auf dieser Plattform, Titel Me at the zoo, wurde von Karim selbst am 23. April 2005 hochgeladen.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]
Am 9. Oktober 2006 wurde YouTube vom Suchmaschinenbetreiber Google fĂźr umgerechnet 1,31 Milliarden Euro (in Aktien) gekauft. Da die drei GrĂźnder unterschiedliche Anteile am Unternehmen hielten, erhielten sie verschiedene Mengen an Google-Aktien: 694.087 + 41.232 Aktien fĂźr Hurley (damaliger Marktwert 345 Millionen US$), 625.366 + 68.721 Aktien fĂźr Chen (326 Millionen US$) und 137.443 Aktien fĂźr Karim (64 Millionen US$).cite-ref-11[11] Die Marke YouTube blieb bestehen; der Betrieb mit 67 Mitarbeitern â darunter die GrĂźnder Chad Hurley und Steve Chen â fĂźhrte die Geschäfte vorerst unabhängig weiter.cite-ref-12[12]
Zeitgleich erschien âQuickListâ, eine Funktion zum Erstellen einer Warteschlange fĂźr nacheinander anzusehende Videos.cite-ref-quicklist-13-0[13]
Die âBroadcast Yourselfâ-Ăra (2007â2013)
2007 fĂźhrte YouTube einen jährlichen Wettbewerb zur FĂśrderung der Talente auf der Plattform ein. Unter dem Namen âSecret Talentsâ (Secret Talents Award) trat man den groĂen Castingshows mit einem Onlinecasting entgegen. Den Gewinnern wurden FĂśrderungsbudgets und ein professioneller YouTube-Kanal als Preise geboten.
Eine Studie des Marktforschungsinstituts Hitwise von März 2008 ordnete YouTube 73 Prozent aller Besuche von US-Videoportal-Seiten zu.cite-ref-18[18] Das eigene Videoangebot der Muttergesellschaft Google kam in dieser Zeit auf 8,4 Prozent.
Im selben Jahr wurde eine Funktion zum Nachtragen frei platzierbarer Anmerkungen und Sprechblasen auf Videos eingefĂźhrt. Solche konnten ebenfalls auf andere Videos verweisen, welches die Erstellung interaktiver Videos ermĂśglichte. Die Funktion wurde in der mobilen App nicht eingefĂźhrt. Das Erstellen neuer Anmerkungen wurde im Mai 2017 endgĂźltig deaktiviert und im Januar 2019 gänzlich entfernt. Zum Verweisen auf andere Videos stehen am Videoende platzierbare âInfokartenâ zur VerfĂźgung.cite-ref-19[19]
Seit Oktober 2008 lässt sich per Zeitstempel-URL auf gewßnschte Stellen in Videos verweisen.cite-ref-20[20]
2009 wurde die Syndikationsfunktion âAutoShareâ eingefĂźhrt, welche auf Twitter und Google Plus, ursprĂźnglich auch Facebook und Google Reader, das automatische Teilen von Aktivitäten aus der Kanal-Feed-Seite wahlweise ermĂśglichte: NeuverĂśffentlichungen, positive Bewertungsabgaben, zu Wiedergabelisten hinzugefĂźgte Videos, und abonnierte Kanäle. Diese Funktion wurde am 31. Januar 2019 entfernt, und die âFeedâ-Unterseite wurde Mitte 2020 abgeschafft.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24]
Ende 2009 wurde das Erzeugen von Untertiteln durch automatische Spracherkennung erstmals auf Englisch eingefßhrt. Ende 2012 wurde es auf sechs europäische Sprachen erweitert.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]
Am 3. April 2010 wurde Bewertungen, die Nutzer abgeben kĂśnnen, wenn ein Video dies unterstĂźtzt, auf einer Skala von einem bis fĂźnf Sternen durch âGefällt mirâ- und âGefällt mir nichtâ-Felder ersetzte, da Nutzer davor meist fĂźnf oder einen Stern vergaben.
Am 6. März 2012 wurden Vorschau-Tooltips auf der Videosuchleiste erstmals erprobt. Diese zeigen beim Ăberfliegen mit dem Mauszeiger Vorschaubilder an, beim GedrĂźckthalten einen virtuellen Filmstreifen mit umgebenden Vorschaubildern, und bei Videos mit ab 90 Minuten Länge einen vergrĂśĂerten Ausschnitt der Suchleiste, während zuvor lediglich ein einfacher Zeitstempel angezeigt wurde.cite-ref-27[27]
Im August 2012 wurde YouTube Movies in Deutschland gestartet. YouTube Movies ist ein separater Bereich der Plattform fĂźr professionelle Kinofilme und Dokumentationen, darunter beispielsweise Dune oder Dawn of the Dead.cite-ref-30[30]
Ab September 2012 konnten mit Cookies neue Designs von YouTube aufgerufen werden. Rief man die mobile Website von YouTube mit dem Smartphone auf, so konnte man das neue Design bereits einsehen.
Im FrĂźhjahr 2013 erfolgte die Umstellung auf das umgestaltete so genannte âOneâ-Layout fĂźr Kanalseiten, welches die zuvor vereinte Kanalseite in separate, Ăźber Karteireiter abgerufene Unterseiten wie âVideosâ, âPlaylistsâ, âDiskussionâ, und âKanalinfoâ unterteilt; benutzerdefinierte Hintergrundbilder entfallen. Auf der Kanalhauptseite lassen sich Wiedergabelisten und meistaufgerufene Videos wahlweise als kompaktes horizontales Raster oder vertikale Liste mit Videobeschreibung einbinden. Grob ist dieses Kanallayout 2021 noch in Betrieb.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]cite-ref-33[33]
Im Oktober 2013 stellte YouTube ein neues Design vor, das sich am Design von Google+ anlehnt. Seit der Umstellung dĂźrfen nur noch Google+-Mitglieder Videos kommentieren.
Die YouTube-Jahre unter Susan Wojcickis FĂźhrung (2014â2023)
Im Februar 2014 wurde Google-Managerin Susan Wojcicki neue CEO des Unternehmens.cite-ref-businessinsider-de-34-0[34]
Seit Ende 2015 bietet Google mit YouTube Gaming eine alternative Oberfläche von YouTube an, welche sich auf Videospiele spezialisiert hat. So soll es beispielsweise einfacher sein, Videospielkanäle zu finden.
Im Herbst 2017 bekam YouTube ein neues Design, welches an Googles Material Design angelehnt ist.
Zudem testete Google seit 2017 die âCommunityâ-Kanalunterseite, welcher es den Videoerstellern erlaubt, Text, Bilder oder Umfragen ähnlich wie in einem sozialen Netzwerk zu posten. Im Winter 2017 wurde die Funktion auch fĂźr grĂśĂere Kanäle auĂerhalb der USA freigeschaltet. Zum Stand April 2021 wird die Funktion Kanälen ab Tausend Abonnenten erteilt. Die neue âCommunityâ-Unterseite ersetzt âDiskussionâ; bestehende Diskussionen werden nicht beibehalten.cite-ref-35[35]
Im März 2018 wurde ein Bild-in-Bild-Modus, zum Navigieren der Plattform und gleichzeitig festgehaltenem Videofeld in der Bildschirmecke, in der Desktop-Webseite eingebracht.cite-ref-36[36] Es wurde ebenfalls kurzzeitig eine obige Leistenansicht des Videobereiches beim Abrollen der Wiedergabeseite erprobt, um das Lesen von Kommentaren ohne dem Ausblenden des Videobildes zu ermÜglichen.cite-ref-37[37]
schie-c3-9ferei-in-youtube-zentraleschie-erei-in-youtube-zentrale Am 3. April 2018 wurde kurz vor 13 Uhr (UTC) ein âaktiver SchĂźtzeâ (active shooter) in der YouTube-Zentrale in San Bruno, San Francisco, gemeldet.cite-ref-38[38]cite-ref-39[39]cite-ref-40[40]cite-ref-41[41]cite-ref-42[42] Die 39-jährige Nasim Najafi Aghdam erĂśffnete das Feuer, drei Personen erlitten Schusswunden; dann erschoss sie sich. Auf ihrer Website fand man ihre Beschwerde, dass sie mit Ăźber 350.000 Aufrufen nur $0,10 an Werbeeinnahmen erzielt habe.cite-ref-43[43]
Ebenfalls Mitte Juni ging in Deutschland der Musik-Streamingdienst YouTube Music an den Start.cite-ref-45[45] In der Schweiz starteten die beiden Dienste im November 2018.cite-ref-46[46]
Seit September 2019 werden Abonnentenzahlen Ăśffentlich nur auf die ersten drei Ziffern abgerundet angezeigt. Dies beeinträchtigte die Funktion der von Drittanbietern wie Social Blade bereitgestellten Webanwendungen zur Echtzeit-Anzeige der Abonnentenzahl. Die genaue Abonnentenzahl steht lediglich im âYouTube Studioâ Kanalbetreibern zur VerfĂźgung.cite-ref-47[47]
Im November 2019 wurde erneut eine Warteschlangenfunktion eingefĂźhrt, nachdem die bereits 2006 bestehende ähnliche âQuickListâ-Funktion zwischenzeitlich entfernt wurde. So lassen sich Videos vorab auswählen, zur automatischen fortgesetzten Wiedergabe bei Ende des Aktuellen.cite-ref-48[48]cite-ref-quicklist-13-1[13]
Seit Dezember 2019 steht die MĂśglichkeit zur Freigabe der automatisch erzeugten Wiedergabeliste mit positiv bewerteten Videos nicht mehr zur VerfĂźgung.cite-ref-49[49]
Am 20. März 2020 kßndigte YouTube an, die Bildqualität in Europa wegen der COVID-19-Pandemie zu drosseln.cite-ref-50[50]
Die MÜglichkeit, ßber neu verÜffentlichte Videos ausgewählter Kanäle ßber E-Mail benachrichtigt zu werden, wurde August 2020 entfernt, da laut Angaben von Google nur 0,1 % solcher Benachrichtigungen geÜffnet werden wßrden. Es verbleiben lediglich Push-Benachrichtigungen fßr Mobilgeräte, und das interne Benachrichtigungssystem der Webseite fßr Heimrechner (Desktop und Laptop).cite-ref-51[51]
In September 2020 wurde die MÜglichkeit zum Einreichen von Untertitelvorschlägen durch Zuschauer entfernt.cite-ref-52[52]cite-ref-53[53]
Seit November 2021 ist die Anzahl der Dislikes (Bewertungen mit âMag ich nichtâ) nicht mehr Ăśffentlich einsehbar. Laut einer Mitteilung des Betreibers solle damit âorganisierter Missbrauchâ der Funktion unterbunden werden.cite-ref-57[57] Die BegrĂźndung wird von Kritikern als vorgeschoben oder fadenscheinig bezeichnet. Die AnkĂźndigung und das Update wurden von der YouTube-Gemeinschaft stark kritisiert, unter anderem von dem YouTuber und YouTube-MitbegrĂźnder Jawed Karim,cite-ref-58[58]cite-ref-59[59]cite-ref-60[60]cite-ref-61[61] da Nutzer nur durch Dislikes betrĂźgerische, wenig hilfreiche, gefährliche, explizite, diskriminierende oder allgemein minderwertige Videos schnell erkennen kĂśnnen.cite-ref-62[62]cite-ref-63[63]cite-ref-64[64]cite-ref-65[65] Um dem entgegenzusteuern, kĂśnnen Nutzer der YouTube-Website die Browser-Erweiterung Return YouTube Dislike installieren, welche die ungefähre Bewertungszahl anhand historischer Daten und dem Bewertungsverhalten der Nutzer einschätzt.cite-ref-66[66]cite-ref-67[67]cite-ref-68[68] FĂźr Android bieten YouTube Vanced und YouTube ReVanced die Option an, negative Bewertungen anzuzeigen; die Daten werden von Return YouTube Dislike vermittelt.
Gegenwart (2023 â heute)
Am 16. Februar 2023 gab Wojcicki bekannt, dass sie als CEO zurßcktreten wßrde, und ernannte Neal Mohan zu ihrem Nachfolger. Wojcicki ßbernahm eine beratende Funktion fßr Google und die Muttergesellschaft Alphabet. Wojcicki starb eineinhalb Jahre später am 9. August 2024 an nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.cite-ref-businessinsider-de-34-1[34]
Ende Oktober 2023 begann YouTube, gegen die Verwendung von Werbeblockern auf der Plattform vorzugehen. Den Nutzern von Werbeblockern wird eine Meldung angezeigt, in der sie aufgefordert werden, Werbung zuzulassen oder das werbefreie YouTube-Premium-Abonnement zu abonnieren.cite-ref-69[69] YouTube sagt, dass die Verwendung von Werbeblockern gegen seine Nutzungsbedingungen verstĂśĂt. Im April 2024 kĂźndigte YouTube an, dass es âdie Durchsetzung von Drittanbieter-Apps, die gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube verstoĂen, insbesondere Werbeblocker-Apps, verstärken wirdâ.cite-ref-70[70]
Im Dezember 2024 fĂźhrte YouTube neue Richtlinien ein, die Videos mit Clickbait-Titeln verbieten, um die Qualität der Inhalte zu verbessern und Fehlinformationen zu bekämpfen. Die Plattform zielt darauf ab, Urheber zu bestrafen, die irrefĂźhrende oder reiĂerische Titel verwenden, mit mĂśglichen MaĂnahmen wie der Entfernung von Videos oder der Sperrung von Kanälen. Nach Angaben von YouTube wird diese Richtlinie zunächst schrittweise in Indien eingefĂźhrt, soll aber in den kommenden Monaten auf weitere Länder ausgedehnt werden.cite-ref-71[71]
Am 14. Februar 2025 feierte YouTube 20 Jahre seit seiner GrĂźndung.cite-ref-72[72]
Logos
Technik
YouTube verwendet als Webserver Apache, fßr Bilder und andere statische Inhalte wird eine modifizierte Version von Lighttpd mit verbesserter Lastverteilungcite-ref-73[73] genutzt. Zum Speichern der publizierten Videofilme kam anfänglich das Flash-Container-Format (Dateinamenserweiterung: flv) sowie das fßr mobile Endgeräte gedachte Containerformat 3gp zum Einsatz. Später begann das Unternehmen allerdings, seine Videos auch im MPEG-4-Container-Format und im WebM-Container-Format anzubieten. Die entsprechenden Video-Versionen kÜnnen ßber einen Link unterhalb der normalen Versioncite-ref-74[74] aufgerufen werden. Seit dem 25. November 2008 werden geeignete Videos zudem im 16:9-Breitbildformat angezeigt.
Seit Anfang 2010 ist es auch mĂśglich, einen GroĂteil der Videos im HTML5-Format und damit mit Browser-Bordmitteln anzusehen. Dies konnte auf einer speziellen Seite aktiviert werden.cite-ref-75[75] Seit Mitte 2014 sind alle Videos im HTML5-Format verfĂźgbar. Dieses wird heute von allen gängigen Browsern unterstĂźtzt und ist mittlerweile das Standardformat bei YouTube.cite-ref-76[76] Bei der EinfĂźhrung 2014 war eine Nutzung des Angebotes mit dem Internet Explorer nur teilweise mĂśglich. Dieser benĂśtigte fĂźr die volle UnterstĂźtzung zusätzlich das Google-Chrome-Plugin.
Videos ansehen und archivieren
Die Videos lassen sich online als Stream im Webbrowser betrachten. Bis 2010 war hierfĂźr die Installation des Adobe-Flash-Plug-ins erforderlich. Seit Anfang 2010 ist es auch mĂśglich, Videos (durch den Video- und Audio-Tag von HTML5) ohne Plugin abzuspielen.
Die Plattform kann Videos wahlweise in niedrigeren AuflÜsungsstufen ab 144p bereitstellen. Dies dient der flßssigen Wiedergabe an Orten und Ländern mit begrenzter Verbindungsgeschwindigkeit sowie Schonung von Mobilfunk-Datenvolumen.cite-ref-79[79]
Auf YouTube kann jeder Nutzer ein kostenloses Konto anlegen und Videos als Favoriten speichern. Bis zum 5. Dezember 2019 konnte diese Favoritenliste wiederum von anderen Nutzern eingesehen werden. Wenn man nicht wollte, dass andere die eigene Favoritenliste durchsehen kĂśnnen, lieĂ sie sich fĂźr andere Besucher der Seite verbergen.cite-ref-80[80]cite-ref-81[81]
Technische Merkmale der Wiedergabe wie die PuffergrĂśĂe, AuflĂśsung, Bildwiederholfrequenz, und Ăbertragungsgeschwindigkeit, sowie Optionen zum Kopieren der Videoadresse, wahlweise mit Zeitstempel, und zum automatischen Wiederholen, sind in einem durch Rechtsklick Ăśffenbaren KontextmenĂź im Videofeld abrufbar.cite-ref-82[82]
Videos publizieren
Videos kĂśnnen zu YouTube in verschiedenen Formaten (wie beispielsweise AVI, MPEG, WMV oder QuickTime) hochgeladen werden. Empfohlen wird eine VideoauflĂśsung von 480 Ă 360 Pixeln oder hĂśher.cite-ref-83[83] Die Videos werden bei der Konvertierung in das Flash-Video-Format und in MP4/WebM-Container mit H.264-Codec ĂźberfĂźhrt. Die Skalierung eliminiert eventuelle Qualitätsverluste, die durch eine verlustbehaftete Formatkonvertierung entstehen kĂśnnen. Die Beschränkung der DateigrĂśĂe auf der Client-Seite liegt bei 20 GB, jedoch ist ab 2 GB Java nĂśtig. Ein wiederaufnehmbares Hochladen ist ebenfalls mĂśglich.
Bis Juli 2010 durften die Clips eine GrĂśĂe von 2 GB haben und mussten kĂźrzer als elf Minuten sein.cite-ref-84[84]cite-ref-85[85] Mit einem Director-Konto war es mĂśglich, längere Videos zu publizieren, diese Regelung wurde allerdings aufgehoben. Nur noch Alt-Director-Kontos und Premium-Partner konnten längere Videos hochladen. Im Juli 2010 wurde die maximale Länge auf 15 Minuten angehoben.cite-ref-86[86] Seit Dezember desselben Jahres hat YouTube begonnen, bei ausgewählten Nutzern, die nicht gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube verstoĂen haben, die Zeitbeschränkung aufzuheben.
Seit Juli 2010 werden von YouTube auch Videos in 4K-AuflÜsung akzeptiert. Diese sind viermal so groà wie HD-Videos und haben eine AuflÜsung von 4096 à 2304 Pixel. Mittlerweile wird auch ein Google-Konto fßr ein YouTube-Konto benÜtigt, auch dann, wenn man schon langjähriger Besitzer eines solchen ist.
Die Videoplattform unterstĂźtzt eine 360°-Videofunktion, in der die Perspektive rundum bewegt werden kann. Die Perspektive ergibt sich aus dem Aufnahmepunkt, von dem aus der Zuschauer selbständig die Rotation wählen kann. Diese Funktion kann auf dem Computer mithilfe der Cursortasten benutzt werden. Auf mobilen Endgeräten wird die Ănderung der Perspektive Ăźber den verbauten Rotationssensor ermĂśglicht. Zudem kann der Nutzer VR-Brillen benutzen.cite-ref-91[91] Die Wiedergabe ist bis zu einer AuflĂśsung von 4K mĂśglich.cite-ref-92[92]
Die Fähigkeit zum Einreichen neuer Videos Ăźber E-Mail war zur UnterstĂźtzung frĂźherer Mobiltelefone mit eingeschränktem oder fehlendem Webbrowser vorgesehen. Sie wurde etwa 2015 aufgrund von Ăberfälligkeit entfernt.cite-ref-93[93]
Anfang 2016 wurde die MĂśglichkeit zur direkten Aufnahme und Einreichung mittels einer am Rechner angeschlossenen oder eingebauten Kamera entfernt.cite-ref-94[94]
Datierung in Kalifornien
Gemäà der Lage des Unternehmenssitzes (San Mateo, dann San Bruno) in Kalifornien, USA, erfolgt die Datierung des Hochladens in der Zeitzone UTCâ8 und somit numerisch 9 Stunden frĂźher als MEZ (= UTC+1) anzeigt. Wird also morgens vor 9 Uhr MEZ ein Video hochgeladen, erhält es noch eine Datierung âvom Vortagâ.
YouTube-Kanal
Ein YouTube-Kanal (englisch Channel) ist der individuelle Bereich eines YouTube-Benutzers. Hier findet man unter anderem die Üffentlichen Videos, Playlists und Informationen ßber den Kanal. Der Kanal lässt sich individuell gestalten; so kann man beispielsweise das Titelbild ändern, den Titel des Kanals ändern und Module wie Playlists hinzufßgen und lÜschen.
Seit einiger Zeit verĂśffentlicht YouTube unter der Bezeichnung YouTube TV auch eigene Kanäle, die teilweise in Zusammenarbeit mit groĂen Fernsehsendern entstehen. Im Oktober 2012 kĂźndigte das Unternehmen an, das Angebot auch in Deutschland zu starten. Von insgesamt 60 Kanälen sollen 12 fĂźr hiesige Nutzer abrufbar sein, wobei zum Beispiel eNtR berlin durch eine Zusammenarbeit mit der RTL-Tochter UFA/Fremantle im Web ausgestrahlt wird.cite-ref-95[95]cite-ref-96[96]
Am 22. Oktober 2012 wurde mit Ponk der erste YouTube-Originalkanal in Deutschland gestartet. Originalkanäle werden bzw. wurden von YouTube finanziell unterstßtzt.
Zu den bekanntesten deutschsprachigen YouTube-Kanälen gehÜren Freekickerz, BibisBeautyPalace, Julien Bam, Gronkh, The Voice Kids, Simon Desue, Dagi Bee, Julienco, ApeCrime und ConCrafter.cite-ref-97[97] Die Betreiber von YouTube-Kanälen werden auch als YouTubercite-ref-98[98] oder, im offiziellen Jargon des Unternehmens, Videokßnstler bezeichnet.cite-ref-99[99] Multichannel- oder YouTube-Netzwerke bßndeln Videokanäle, um die Reichweite fßr Werbekunden zu erhÜhen, bieten Hilfe bei der Vermarktung an und bauen Stars auf ihrer Videoplattform auf.cite-ref-100[100]cite-ref-101[101]
Im November 2019 gab YouTube eine Ănderung seiner Geschäftsbedingungen bekannt, wonach ab dem 10. Dezember 2019 Kanäle geschlossen werden kĂśnnen, wenn die âBereitstellung des Dienstes unwirtschaftlichâ sei. Dies lĂśste besonders bei Betreibern kleinerer Kanäle Besorgnis aus.cite-ref-102[102]
Siehe auch
:
YouTube (YouTube-Kanal)
Externe Einbindung
YouTube bietet die MĂśglichkeit an, Videos auf der eigenen Website einzubinden. Dazu stellt YouTube auf der jeweiligen Videoseite unter Weiterleiten â Einbetten selbst einen Codeausschnitt zur VerfĂźgung, der das Video in einem Inlineframe darstellt.
Diese Methode ersetzte im Sommer 2011 die bis dahin verbreitete Methode zur Einbindung durch Adobe Flash mittels Object-Code.
Videoqualität
Wie auch beim vergleichbaren Portal Google Video wurde in der Anfangszeit die meist geringe Qualität der Filme bemängelt. Mittlerweile ist es jedoch mÜglich, auf eine hÜhere Audio- und Bildqualität (HQ) umzuschalten. Videos stehen unter anderem in den AuflÜsungen 720p und 1080p und seit Juli 2010 auch 4096 à 2304 Pixel (4K2K) zur Verfßgung, sofern sie in entsprechender AuflÜsung hochgeladen wurden.cite-ref-103[103] Seit Oktober 2014 unterstßtzt YouTube neben den ßblichen Bildfrequenzen von 24 bis 30 Bildern die Bildfrequenz von 60 Bildern pro Sekunde.cite-ref-104[104] Auf der Consumer Electronics Show im Januar 2016 gab YouTube bekannt, zukßnftig auch HDR-Videos unterstßtzen zu wollen.cite-ref-105[105] Die HDR-Unterstßtzung wurde dann im Herbst desselben Jahres implementiert.
Gegenwärtig akzeptiert YouTube Videos bis zu einer AuflÜsung von 8192 à 4320 Pixeln (8K),cite-ref-106[106] wobei jedes Video hÜchstens 12 Stunden lang und 256 GB (fßr per SMS bestätigte Kanäle, fßr unbestätigte Kanäle 20 GB) groà sein darf, je nachdem, welche Grenze zuerst erreicht wird.cite-ref-107[107]
Nutzung
Die Popularität von YouTube grĂźndet in der groĂen Zahl von Mitgliedern, die Video-Dateien hochladen, bewerten und kommentieren (Netzwerkeffekt). YouTube ist seit seiner GrĂźndung rasant zum fĂźhrenden Videoportal im Internet aufgestiegen. Im März 2008 ging man von einem Marktanteil in den Vereinigten Staaten von etwa 73 Prozent aus. Allerdings nahm YouTube 2018 bei Downstream-Traffic in Amerika nur Platz 5 ein (fĂźhrend: Netflix), während YouTube in Europa die fĂźhrende Plattform ist.cite-ref-108[108]
Nach dem Erfolg von YouTube versuchten sich in Deutschland private Fernsehsender an ähnlichen Angeboten. Im August 2006 bekannte sich RTL als Initiator der Videoplattform Clipfish (seit 2017 Watchbox), wenige Wochen später beteiligte sich ProSiebenSat.1 Media mit 30 Prozent am Konkurrenten MyVideo. Dennoch ist YouTube auch in Deutschland weiterhin Marktfßhrer.
Auf der Plattform haben sich so Ăźber die Zeit groĂe Fan-Communities von erfolgreichen Influencern entwickelt. Die Videodays sind Europas grĂśĂtes YouTuber-Festival, auf dem Fans ihren Stars begegnen kĂśnnen. In den USA findet zudem die VidCon statt, die grĂśĂte Video-Convention der Welt, die von der YouTube-Szene erheblich geprägt wird.
Laut ARD-ZDF-Onlinestudie nutzten 21 Prozent der Befragten YouTube im Jahr 2021 mindestens einmal pro Woche, um Fernsehsendungen anzuschauen, während 34 Prozent mindestens wÜchentlich andere Videos oder Livestreams auf YouTube konsumierten. Doch YouTube wird nicht nur fßr Videoinhalte genutzt: 32 Prozent der Deutschen hÜren demnach mindestens einmal pro Woche Musik ßber die Plattform.cite-ref-109[109]
Sprachen und Partner
Die Schnittstelle von YouTube ist in 76 verschiedenen Sprachversionen verfĂźgbar, darunter auch Deutsch. YouTube arbeitet mit nationalen Partnern zusammen, die Material fĂźr das Portal bereitstellen. Wer zum Beispiel die deutsche Version von YouTube ansteuert (de.youtube.com), dem wird auf der Startseite in der Kategorie âPromotete Videosâ Filmmaterial von Partnern wie dem Sender ZDF oder dem FuĂballverein FC Bayern MĂźnchen bereitgestellt.
Statistik
Die Plattform entwickelte sich rasant. 2006 wurden täglich etwa 65.000 neue Videos hochgeladen und 100 Millionen Clips angesehen, das entspricht drei neuen Videos alle vier Sekunden (Stand: Oktober 2006).cite-ref-1milliarde-110-0[110] Im Oktober 2009 gab das Unternehmen bekannt, ßber eine Milliarde Videoabrufe pro Tag zu verzeichnen.cite-ref-1milliarde-110-1[110]cite-ref-111[111] Am 17. Mai 2010 berichtete YouTube von mehr als zwei Milliarden Aufrufen pro Tag.cite-ref-112[112] Im Mai 2013 wurden pro Minute ßber 100 Stunden Videomaterial auf die Plattform geladen.cite-ref-113[113]
Mit Ăźber 9,21 Milliarden Aufrufen (Stand August 2021) ist seit dem 4. November 2020 das Musikvideo zu Baby Shark von Pinkfong Songs das meistaufgerufene YouTube-Video. Es lĂśste das Musikvideo von Despacito des Interpreten Luis Fonsi mit Ăźber 7 Milliarden Aufrufen ab. Mit Ăźber 42 Millionen âGefällt mirâ-Angaben ist Despacito noch das Video mit den meisten âGefällt mirâ-Angaben.cite-ref-114[114] Dieses lĂśste im August 2017 das Musikvideo von See You Again des Interpreten Wiz Khalifa ab, das den Titel nur knapp einen Monat innehatte. Dieses wiederum lĂśste das bis dahin seit vier Jahren meistgeklickte Musikvideo zu Gangnam Style ab.cite-ref-115[115]
Siehe auch
:
Liste der meistaufgerufenen YouTube-Videos
Ăhnlich wie bei Google Analytics kann mit YouTube Analytics die Datenverkehrsanalyse von Videos und Videoclips ermittelt werden. Dieser Dienst steht ausschlieĂlich dem EigentĂźmer des jeweiligen YouTube-Accounts zur VerfĂźgung.
Energieverbrauch
Heute liegt der Stromverbrauch pro Gigabyte bei 0,2 Kilowattstunden, etwa so viel, wie wenn man sich fĂźnf Minuten lang die Haare fĂśhnt. FrĂźher brauchte es 20 Kilowattstunden, um ein Gigabyte an Daten im Internet herunterzuladen.cite-ref-118[118]
Klickbetrug
Der einfach mĂśgliche Klickbetrug zur ErhĂśhung von Besucherzahlencite-ref-119[119] wird von YouTube durch LĂśschung der vermeintlich erzielten Besucherzahl bestraft.cite-ref-120[120] Benutzer werden zusätzlich vor gewissen Techniken von Anbietern gewarnt, die gegen die Richtlinien verstoĂen; gleichzeitig wird ihnen die kostenpflichtige âTrueViewâ-Funktion (Google Ads) zur ErhĂśhung von Besucherzahlen empfohlen.cite-ref-121[121] Bis August 2015 wurde der Kontrollalgorithmus bei Ăźber 300 Aufrufen aktiviert, so dass bei viralen Videos der Zähler etwa einen halben Tag bei 301 âeingefrorenâ blieb. Nun werden unverdächtige Aufrufe sofort gezählt und nur verdächtige Aufrufe erst nach einer ĂberprĂźfung gegebenenfalls später hinzugezählt.cite-ref-122[122]
Bedeutung
Ein Teil des politischen Diskurses von klassischen TV-Talkformaten findet auf YouTube statt. Dort haben die Zuschauer durch die Kommentarfunktion die MĂśglichkeit, direkt ihre Meinung mitzuteilen. So wurde beispielsweise im Zuge der Bundestagswahl 2017 durch Studio71, einer Tochterfirma von ProSiebenSat.1 Media, ein Format verĂśffentlicht, bei dem bekannte deutsche YouTuber Fragen an Angela Merkel stellen konnten. Das Video hierzu wurde am 16. August 2017 als Livestream auf YouTube verĂśffentlicht und verzeichnet bis November 2020 fast 2 Millionen Aufrufe.cite-ref-123[123]cite-ref-124[124]
DarĂźber hinaus lĂśste YouTube das in den 1990er-Jahren boomende Musikfernsehen fast vollkommen ab, das bis dahin beinahe exklusiv die aktuelle âPopkulturâ verbreitete.
FĂźr viele Produzenten sind Live-Ăbertragung zu Konzertveranstaltungen (etwa in grĂśĂere Lichtspielhäuser) und entsprechende Online-Angebote bereits âRoutineâ geworden. Auf kurzen YouTube-Videoclips wird in Form von âTrailernâ (ohne dass diese Bezeichnung explizit benutzt wird) fĂźr diese Veranstaltungen geworben sowie zugleich fĂźr die zugehĂśrigen âDokumenteâ (Online-Konzerte), die beispielsweise bei den Berliner Philharmonikern in einer âDigital Concert Hallâ gesammelt und erhältlich sind.
Apps fßr mobile Endgeräte
Die bis zur vierten Beta-Version von iOS 6 vorinstallierte App, bezeichnet als âYouTubeâ, ermĂśglichte es den iOS-Benutzern, YouTube-Videos anzusehen, obwohl das Betriebssystem keinen Flash-Player beinhaltet. Die App bot wie das Desktop-Portal auch eine Kommentar- und Favoritenfunktion und spielte Videos im Format H.264 ab. Apple hat die YouTube-App ab besagter Version aus dem Betriebssystem entfernt. Als Grund wurde ein Auslaufen der Lizenz zur Nutzung von YouTube durch Google Inc. genannt, jedoch sahen Branchenvertreter die Entfernung eher im zunehmenden Konkurrenzkampf beider Konzerne.cite-ref-125[125] Im Zuge dessen stellte Google Anfang September 2012 eine eigene iOS-App vor, die einen ähnlichen Funktionsumfang wie das Pendant von Apple bietet.cite-ref-126[126] Auf iOS-Geräten mit älteren iOS-Versionen war die YouTube-Anwendung bis Anfang 2015 weiterhin benutzbar, danach stellte Google die serverseitige UnterstĂźtzung endgĂźltig ein.cite-ref-127[127]
FĂźr das Google-eigene Betriebssystem Android existiert dagegen eine entsprechende Applikation.
FĂźr Windows Phone existierte ebenfalls eine von Microsoft entwickelte App, die allerdings wegen Streitigkeiten zwischen Microsoft und Google nach kurzer Zeit nicht mehr auf YouTube zugreifen konnte. Aus diesem Grund wurde sie durch eine App ersetzt, die beim Start die mobile Website von YouTube im Internet Explorer Mobile Ăśffnet.cite-ref-128[128]
2013 wurde von YouTube die âYouTube Capture Appâ verĂśffentlicht, die es Besitzern von Smartphones einfacher machen sollte, Filme aufzunehmen und direkt vom Smartphone Ăźber das eigene YouTube-Nutzerkonto zu verĂśffentlichen. Später wurde diese App in âYouTube Studioâ umbenannt.
NewPipe ist eine freie Android-App, die seit 2015 verfĂźgbar ist.
2015 startete Google in den USA eine kinderfreundliche App-Version von YouTube. Seit 2017 ist der YouTube Kids genannte Ableger auch in Deutschland und Ăsterreich als App fĂźr Android und iOS verfĂźgbar.cite-ref-130[130]
Finanzierung
Im November 2005 erhielt YouTube 3,5 Millionen US-Dollar vom Silicon-Valley-Risikokapitalgeber Sequoia Capital, der auch Google bei der Anfangsfinanzierung geholfen hatte. Im April 2006 bekam das junge Unternehmen weitere 8 Millionen US-Dollar von Sequoia.
Die Bewertung von YouTube stieg von 600 Millionen US-Dollar im FrĂźhjahr 2006 auf 1,5 Milliarden US-Dollar bereits im Herbst desselben Jahres, als es von Google fĂźr diese Summe Ăźbernommen wurde. Laut einem Bericht der Zeitung New York Post waren Gesellschaften wie Viacom, Disney, AOL, eBay und Rupert Murdochs News Corp. â die Muttergesellschaft der New York Post â an einem Kauf von YouTube interessiert. Murdochs Medienimperium entfachte 2005 durch den Kauf des Portals Myspace fĂźr 580 Millionen US-Dollar einen neuen Internet-Kaufrausch.cite-ref-131[131]
Seit Mai 2013 gibt es kostenpflichtige Kanäle, die zur Finanzierung von YouTube beitragen. Begonnen wurde in den Vereinigten Staaten mit Partnern wie National Geographic oder ES.TV, deren Folgen fßr 99 Cent abonniert werden konnten.cite-ref-132[132] Kostenpflichtige Kanäle stehen sowohl auf der Website als auch auf Smartphones und Tablets zur Verfßgung.
Partnerprogramm und Multi-Channel-Networks
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Hauptartikel
:
YouTube-Partnerprogramm
Nach anfänglicher Zurßckhaltung begann YouTube im August 2007 mit Werbeeinblendungen bei Videos ausgewählter Partner. Die Partner werden an den Werbeeinnahmen ihrer Videos anteilig beteiligt. Videos, die von Privatpersonen hochgeladen wurden, sollen vorerst nicht mit Werbung gekoppelt werden.cite-ref-133[133]
Das Partnerprogramm war nach den Vereinigten Staaten auch in Kanada, GroĂbritannien, Japan, Australien und Irland verfĂźgbar. Die Voraussetzungen fĂźr eine Teilnahme am Partnerprogramm sind das regelmäĂige Hochladen von Originalvideos, deren Urheberrecht man besitzt. AuĂerdem mĂźssen die Videos laut YouTube von Tausenden Benutzern geschaut werden.cite-ref-134[134] Am 26. Juni 2008 gab Google Deutschland bekannt, dass das Partnerprogramm nun auch in Frankreich und Deutschland verfĂźgbar ist.cite-ref-135[135]
Alternativ zum YouTube-Partnerprogramm gibt es fĂźr Inhaber eines YouTube-Kanals die MĂśglichkeit, einem sogenannten Multi-Channel-Network (MCN) beizutreten, also einem Netzwerk, bestehend aus einer groĂen Zahl von YouTube-Kanälen. Die MCN verhandeln selbständig mit Werbepartnern und sollten theoretisch aufgrund ihrer enormen Reichweite hĂśhere Preise fĂźr die geschalteten Werbeeinblendungen erzielen kĂśnnen. Zusätzlich bieten sie den Kanalinhabern mitunter weitere Dienstleistungen, wie Lizenzierung geschĂźtzter Inhalte, Zugriff auf leistungsfähige Aufnahmetechnik, Finanzierung, Beratung, Hilfe bei der Gewinnung von Abonnenten etc. FĂźr ihre Dienstleistung erhalten sie einen vertraglich festgelegten Anteil der Werbeeinnahmen der beigetretenen YouTube-Kanäle, der von Google direkt an das MCN abgefĂźhrt wird. HierfĂźr existieren Software-Schnittstellen, die in ähnlicher Form auch von Rechteinhabern zur Markierung und ggfs. Blockierung urheberrechtlich geschĂźtzter Inhalte auf YouTube verwendet werden (Content-ID-System). Bekannte MCNs aus Deutschland sind Mediakraft Networks, Studio71, We Are Era und Endemol Beyond.
Wenn in den Videos eines YouTube-Kanals Inhalte gezeigt werden, an denen Dritte die Urheberrechte halten, ist es nicht mÜglich, mit diesem Kanal selbständig am YouTube-Partnerprogramm teilzunehmen. Wenn mit einem solchen Kanal Werbeeinnahmen erwirtschaftet werden sollen, ist der Beitritt zu einem MCN erforderlich, das sich um die Lizenzierung der geschßtzten Inhalte kßmmert. Das MCN fungiert dabei in gewisser Weise als Treuhänder von Google. Zu Beginn des MCN-Systems waren von Google nur einzelne MCN zur Lizenzierung von Inhalten bestimmter Kategorien zugelassen. Der alleinige Lizenzpartner fßr Inhalte aus Computerspielen war beispielsweise das Unternehmen Machinima, das insoweit ein Monopol auf diese YouTube-Inhalte innehatte. Inzwischen sind weitere MCN zur Lizenzierung befugt, so dass in diesem Bereich nunmehr Wettbewerb herrscht.
Die Vor- und Nachteile des MCN-Systems wurden von verschiedenen groĂen YouTubern kritisch diskutiert, darunter Hank Green,cite-ref-136[136] und Freddie Wong.cite-ref-137[137] Die MCNs werden teilweise fĂźr ihr Geschäftsgebaren kritisiert, zum Beispiel hinsichtlich Verträgen mit unbegrenzter Laufzeitcite-ref-138[138] oder den schieren Umfang ihres Kanal-Portfolios, das oftmals aus tausenden, teilweise sehr kleinen YouTube-Kanälen besteht.
Subnetzwerke
Als Subnetzwerk bezeichnet man ein virtuelles Netzwerk unter einem Multi-Channel-Network, welches ßber keinen direkten Vertrag mit YouTube, sondern ßber ein Netzwerk eingeschränkten Zugriff auf Netzwerk-Funktionalitäten erhält. Die Ausßbung als Subnetzwerk wird von vielen amerikanischen Netzwerken durch spezielle Software vereinfacht. Partner von Subnetzwerken unterschreiben einen Vertrag mit zwei Unternehmen gleichzeitig und werden dann im Multi-Channel-Network, welches das Subnetzwerk unterhält, eingeladen.
Aufgrund vieler Subnetzwerke, die den Markt Ăźberschwemmen und unflexibel gegenĂźber den YouTubern sind, fĂźhrte YouTube im Juni 2016 eine Richtlinie ein, die Subnetzwerke verbietet.cite-ref-139[139]
Rechtliche Aspekte
In Deutschland ist nach Aussage des Rechtswissenschaftlers Thomas Hoeren das Ansehen von YouTube-Videos in keinem Falle strafbar und das Herunterladen nur dann, wenn die Quellen offensichtlich rechtswidrig sind. Klare Definitionen zu âoffensichtlich rechtswidrigâ gebe es laut Hoeren nicht, auch seien ihm Abmahnungen zu solchen Quellen unbekannt.cite-ref-140[140]
LizenzĂźbertragung
In den Geschäftsbedingungencite-ref-141[141] behält sich YouTube vor, hochgeladene Inhalte (Videos) weiterzuverkaufen oder zu lizenzieren, ohne den Autor vorher zu fragen.
Urheberrecht
Nach der geltenden US-amerikanischen Rechtsprechung muss YouTube urheberrechtlich geschĂźtzte Inhalte erst nach einer Abmahnung durch die Rechteinhaber lĂśschen (Opt-out-Verfahren).
Auseinandersetzungen mit der GEMA
Gerichtsverfahren
Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA hatte laut einer Pressemitteilung vom 9. November 2007 mit YouTube, LLC eine Vereinbarung geschlossen, die zur Nutzung des Weltrepertoires musikalischer Werke durch deutsche Nutzer auf der YouTube-Plattform berechtige.cite-ref-142[142] Diese Vereinbarung lief zum 31. März 2009 ab. Ăber eine Verlängerung konnten sich beide Seiten nicht einigen.cite-ref-143[143] Im Mai 2010 brach die GEMA die Verhandlungen mit YouTube ab.cite-ref-144[144]
Auf dem Weg des vorläufigen Rechtsschutzes wollte die GEMA in Verbindung mit mehreren anderen Verwertungsgesellschaften daraufhin erreichen, dass insgesamt 75 Kompositionen bei YouTube nicht Üffentlich zugänglich gemacht werden sollten. In einem Urteil vom 3. September 2010 verbot das Landgericht Hamburg die urheberrechtswidrige Verbreitung von drei Videos ßber YouTube.cite-ref-145[145] Am 20. April 2012 entschied das Hamburger Landgericht in erster Instanz in einem um zwÜlf Musiktitel gefßhrten Musterprozess, dass das Internetportal keine Videos zu Musiktiteln bereitstellen darf, bei denen die GEMA urheberrechtliche Nutzungsrechte geltend gemacht hat.cite-ref-146[146]cite-ref-147[147] Dabei hafte YouTube nicht als Inhaltsanbieter hauptverantwortlich fßr illegal auf der Musikplattform eingestellte Musikvideos, sondern der Nutzer, der diese hochlädt.cite-ref-148[148] Gleichzeitig mßsse YouTube jedoch stärker darauf achten, welche Videos eingestellt werden. Dies mßsse zukßnftig auch durch den Einsatz von Wortfiltern geschehen. Bei Zuwiderhandlung legte das Gericht im Einzelfall ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten fest.cite-ref-149[149]
Am 21. Mai 2012 legte die GEMA Berufung ein, da ihr das Urteil ânoch nicht weit genugâ reiche. AuĂerdem beklagte sie, YouTube wolle die Ergebnisse der Verhandlungen nicht offenlegen.cite-ref-150[150] Mit der BegrĂźndung, dass der âEinsatz von Filtern Innovationen und Meinungsfreiheit im Internet beeinträchtigenâ wĂźrde, legte auch YouTube Berufung gegen das Urteil vom 20. April ein.cite-ref-151[151] Am 1. Juli 2015 bestätigte das Hanseatische Oberlandesgericht das Urteil des Hamburger Landgerichts: YouTube und die Muttergesellschaft Google seien fĂźr hochgeladene Videos im Rahmen der StĂśrerhaftung verantwortlich und in gewissem, zumutbarem Umfang auch verpflichtet, nach einem Hinweis auf Verletzung von Urheberrechten diese zu prĂźfen und die Titel gegebenenfalls zu sperren.cite-ref-152[152] Einen Tag zuvor entschied das Landgericht MĂźnchen in einem anderen Prozess, dass YouTube der GEMA fĂźr bestimmte bereits abgerufene Titel keinen Schadenersatz leisten muss. Auf Grundlage von 0,375 Cent pro Abruf bei 1000 exemplarisch ausgewählten Titeln belief sich der Streitwert auf rund 1,6 Millionen Euro.cite-ref-153[153]
Sperrung von Musikvideos
In Deutschland waren ab 2009 viele Musikvideos nicht verfĂźgbar, unter anderem vom Musikkonzerne-Joint-Venture Vevo, aber auch solche, die nicht durch die GEMA oder eine andere Verwertungsgesellschaft vertreten werden. So haben Datenjournalisten von Opendatacity 2013 nach Auswertung der 1000 beliebtesten YouTube-Videos festgestellt, dass 62 % davon in Deutschland nicht verfĂźgbar sind.cite-ref-154[154] Betroffen waren auĂerdem auch häufig Videos, die gar keine Musikvideos im eigentlichen Sinne sind, sondern Musik zur Begleitung kĂźnstlerischer oder sportlicher Darstellungen oder Hintergrundmusik, aber auch zufällig laufende Musik beim privaten Video einer Party beinhalten. Beim Aufruf einer solchen Seite wurde das Video blockiert. Bis Februar 2014 wurde der folgende Hinweis eingeblendet:
âDieses Video ist in Deutschland nicht verfĂźgbar, weil es mĂśglicherweise Musik enthält, fĂźr die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden.â
Die GEMA bezeichnete das als irrefĂźhrend: YouTube habe nie eine Lizenzierung durch die GEMA beantragt; die Auswahl der Videos sei darĂźber hinaus rein zufällig. Die GEMA hatte daher Unterlassungsklage gegen die Einblendung der Hinweistafeln beim Landgericht MĂźnchen beantragt.cite-ref-155[155] Am 25. Februar 2014 wurde der Klage stattgegeben. Das Landgericht MĂźnchen I urteilte, dass die Hinweistafeln eine âabsolut verzerrte Darstellung der rechtlichen Auseinandersetzung zwischen den Parteien zu Lasten der GEMAâcite-ref-156[156] seien. Der Text wurde daraufhin geändert in:
âDieses Video ist in Deutschland leider nicht verfĂźgbar, da es Musik enthalten kĂśnnte, Ăźber deren Verwendung wir uns mit der GEMA bisher nicht einigen konnten.â
Am 7. Mai 2015 wurde das Urteil durch das Oberlandesgericht Mßnchen weitgehend bestätigt.cite-ref-157[157]
Durch besondere Vorkehrungen (beispielsweise die Nutzung von Proxy-Servern) war es allerdings mĂśglich, diese Sperren zu umgehen. Zur vereinfachten Nutzung wurden fĂźr die Webbrowser Firefox, Chrome, Safari und Opera im Internet verschiedene Unblocker-Add-ons angeboten.
Am 1. November 2016 verkĂźndete YouTube, sie habe sich mit GEMA geeinigt. Die zukĂźnftigen Lizenzierungsabgaben und Abgeltungen rĂźckwirkend bis 2009 wurden vereinbart und die Sperre von Musikvideos mit Musik der von der GEMA vertretenen Musiker aufgehoben.cite-ref-158[158] Ăber die HĂśhe der von YouTube an die GEMA pro Abruf entrichteten Beträge wurde Stillschweigen vereinbart.cite-ref-159[159]
Weitere Auseinandersetzungen
Am 14. Juli 2006 verklagte US-Journalist Robert Tur YouTube auf 150.000 US-Dollar, weil ein von ihm aufgezeichnetes Video ohne seine Zustimmung verĂśffentlicht worden war.cite-ref-160[160]
Im März 2007 kßndigte der US-amerikanische Medienkonzern Viacom eine Schadenersatzklage gegen Google wegen Urheberrechtsverletzungen auf YouTube an. Es gehe dabei um eine Schadenersatzsumme von einer Milliarde US-Dollar. Zuvor hatte Viacom, zu dem Fernsehsender wie MTV oder Comedy Central gehÜren, gefordert, dass mehr als 100.000 Videos von den YouTube-Seiten entfernt werden.cite-ref-161[161] Die Forderungen wurden in erster Instanz zurßckgewiesen.cite-ref-162[162]
Ende Dezember 2008 forderte die Warner Music Group YouTube auf, alle illegal hochgeladenen Videos zu lĂśschen. BegrĂźndet wird diese Forderung damit, dass man sich mit dem Portalbetreiber Google nicht Ăźber ein Lizenzabkommen habe einigen kĂśnnen. Einige MusikstĂźcke von Warner-KĂźnstlern wurden daraufhin von der Seite zurĂźckgezogen.cite-ref-163[163]
Anfang November 2008 wurden MusikstĂźcke aus dem Weihnachtsalbum A Winter Symphony und Konzertmitschnitte der Symphony Tour von Sarah Brightman mit Bildern und Videos auf YouTube eingestellt. Das LG Hamburg hat im Hinblick auf drei MusikstĂźcke der Klage stattgegeben. Das OLG Hamburg hat YouTube im Hinblick auf sieben MusikstĂźcke verurteilt, diese nicht mehr zum Download bereitzuhalten und auĂerdem Auskunft Ăźber Namen, Anschriften und E-Mail-Adressen der Nutzer, die die Inhalte eingestellt hatten, zu erteilen. Im Revisionsverfahren hat der Bundesgerichtshof die Sache dem Europäischen Gerichtshof (EUGH) vorgelegt, weil einige Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Auslegung europäischer Richtlinien ungeklärt sind und vom EuGH entschieden werden mĂźssen.cite-ref-165[165]
Content ID
Um weitere Klagen zu vermeiden, fĂźhrte YouTube das Content-ID-System ein:
Urheberrechtsinhaber kĂśnnen sogenannte Referenzdateien in die Referenzdatei-Datenbank (oder: âContent-ID-Datenbankâ) hochladen. Jedes hochgeladene Video wird mit allen Referenzdateien verglichen. Werden Ăbereinstimmungen gefunden, wird je nach Auswahl des Urheberrechtsinhabers das Video gesperrt, Werbung zugunsten desjenigen, der die Datei hochgeladen hat, deaktiviert oder Werbung zugunsten des Urheberrechtsinhabers geschaltet. Die Content-ID-Datenbank umfasste im November 2018 mehr als 80 Millionen Dateien von mehr als 9000 Organisationen und Personen.cite-ref-166[166] Von Seiten vieler YouTube-Benutzer wird das Content-ID-System heftig kritisiert; die Algorithmen erkennen häufig auch legal hochgeladene und monetarisierte Videos und YouTube prĂźft nicht, ob derjenige, der die Referenzdatei hochgeladen hat, tatsächlich Urheber der Datei ist, was Missbrauch zulässt.cite-ref-167[167]cite-ref-168[168]
FragwĂźrdige Inhalte
Nach den YouTube-Gemeinschaftsrichtlinien von YouTube sind die folgenden Inhalte und Beiträge unerwßnscht:
⢠Nacktheit oder pornographische Inhalte
⢠schädliche oder gefährliche Inhalte
⢠gewalttätige oder grausame Inhalte
⢠Beiträge mit ungeklärtem Urheberrecht oder Urheberrechtsverletzungen
⢠hasserfßllte Inhalte oder Aufstachelung zur Gewalt gegen Einzelpersonen oder gegen Gruppen aufgrund von ethnischer ZugehÜrigkeit, Religion, Behinderung, Geschlecht, Alter, Nationalität, Veteranenstatus oder sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität
⢠bedrängendes Verhalten, Nachstellung (âstalkingâ), Drohungen, Belästigungen, EinschĂźchterungen, Eingriffe in die Privatsphäre oder Offenlegung personenbezogener Daten anderer.cite-ref-169[169]
Von Nutzern beanstandete oder als anstĂśĂig gemeldete Videos werden von YouTube-Mitarbeitern ĂźberprĂźft und gegebenenfalls gelĂśscht.
Sanktionierungspraxis
Aktivitäten des YouTube-eigenen Enforcement Teams
Hochgeladene Videos kĂśnnen von einem âEnforcement Teamâ (deutsch etwa: Vollstreckungs-Arbeitsgemeinschaft) bei YouTube auf ihren Inhalt hin ĂźberprĂźft werden.cite-ref-170[170] Eine Vorzensur wäre technisch kaum mĂśglich. Um unerwĂźnschte Filme von dem Portal entfernen zu kĂśnnen, ist YouTube darauf angewiesen, dass Nutzer dem Portal problematische Videos melden, so dass gegebenenfalls ein Beitrag durch YouTube gelĂśscht werden kann.
Ein Problem stellt die technische MĂśglichkeit dar, MaĂnahmen zum Jugendmedienschutz bei Videos zu umgehen, die nicht gelĂśscht, sondern nur mit einer Altersangabe versehen werden.cite-ref-171[171]
Obwohl es laut den Nutzungsbedingungen von YouTube nicht erlaubt ist, Videos mit rassistischem oder hetzerischem Inhalt hochzuladen, werden diese Clips, wenn sie von Zuschauern als unangebracht deklariert wurden, bisweilen nicht gelĂśscht, sondern lediglich ausschlieĂlich fĂźr registrierte Nutzer zugänglich gemacht. Da bei einer Registrierung keine Altersverifizierung durchgefĂźhrt wird, stĂśĂt YouTube vor allem bei JugendschĂźtzern und deutschen Medien auf Kritik.cite-ref-172[172]cite-ref-173[173]
Ein Beitrag von Report Mainz im August 2007 berichtete, dass bei YouTube diverse rassistische und volksverhetzende Videoclips verfĂźgbar seien, die trotz mehrerer Hinweise seitens des Reporterteams und der Jugendmedienschutz-Einrichtung jugendschutz.net nicht gelĂśscht wurden. Daraufhin kĂźndigte der Zentralrat der Juden in Deutschland strafrechtliches Vorgehen gegen YouTube an.cite-ref-174[174]
Laut der Journalistin Karolin Schwarz (2020) haben auf YouTube âungezählte VerschwĂśrungsfreunde, rechte Kommentatoren, Aktivisten und Kanalbetreiber, die eine Mischung aus allen dreien sind, ein Zuhause gefundenâ. Die Soziologin Zeynep Tufekci bezeichnete in der New York Times YouTube als den âgroĂen Radikalisiererâ. Beim Ansehen von Wahlkampfauftritten Donald Trumps auf YouTube zu Recherchezwecken seien ihr Videos von Rassisten oder Holocaustleugnern präsentiert worden. Auch aus Brasilien berichteten YouTube-Nutzer der New York Times, wie sie sich auf YouTube mit Ideologien des rechten Rands vertraut machten. Auch eine Analyse von Jonas Kaiser, Yasodara CĂłrdova und Adrian Rauchfleisch bestätigte, dass brasilianischen YouTube-Nutzern nach Videos zu politischen wie auch Unterhaltungsthemen vor allem rechte verschwĂśrungstheoretische Videos und Kanäle vorgeschlagen wurden. Die Kommunikationswissenschaftler Rauchfleisch und Kaiser hatten bereits in einer frĂźheren Untersuchung hinsichtlich deutscher YouTube-Nutzer herausgefunden, dass beim Ansehen eines Kanals aus dem rechten Spektrum â auch wenn es aus Neugier erfolgt war oder man nach einem bestimmten Begriff gesucht und zufällig auf das Video geklickt hatte â eher weitere Kanäle aus demselben Spektrum in Deutschland vorgeschlagen wurden.cite-ref-175[175] In diesem Zusammenhang wird auch medial kritisiert, dass in Videos mit rechtsgerichtetem Inhalt Werbeanzeigen groĂer Firmen wie Lidl, Kaufland, Kleinanzeigen und FitX geschalten werden.cite-ref-176[176]
Ein groĂes Problem stellt die zĂźgige Entfernung von Videos Ăźber Geiselnahmen und die Anwendung von Gewalt durch Terroristen dar.cite-ref-177[177]
LĂśschanfragen staatlicher Organe
Staatliche Organe in Rechtsstaaten machen YouTube gegenĂźber immer wieder VerstĂśĂe gegen Gesetze des betreffenden Staates geltend, die in einer LĂśschaufforderung an YouTube mĂźnden. Zwischen Juli und Dezember 2015 gingen so 6.144 LĂśschanfragen bei YouTube ein, von denen in 4.242 Fällen der beanstandete Inhalt entfernt wurde.cite-ref-transparencyreport-178-0[178] Dabei kamen lediglich in 744 Fällen VerstĂśĂe gegen die Community-Richtlinien zum Tragen.cite-ref-transparencyreport-178-1[178]
Es gibt jedoch eine Vielzahl landes- bzw. kulturspezifischer Rechtsvorschriften in einzelnen Staaten, die nicht weltweite GĂźltigkeit beanspruchen kĂśnnen. Beispiel fĂźr solche Vorschriften sind etwa die Bestimmungen des deutschen und des Ăśsterreichischen Strafgesetzbuchs, die der nationalsozialistischen Vergangenheit beider Länder Rechnung tragen sollen, z. B. der § 86a des deutschen Strafgesetzbuchs (âVerwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationenâ). Danach macht sich jeder strafbar, der von Deutschland aus Videos hochlädt, in denen deutlich Hakenkreuze erkennbar sind und die nicht unter die Ausnahmevorschrift nach § 86 Absatz 3 StGB fallen. YouTube lehnt es jedoch ab, solche Videos generell zu lĂśschen, da nach geltendem amerikanischen Recht das Ăśffentliche Zeigen von Hakenkreuzen legal ist.
Bei YouTube kann somit ein deutschsprachiges Video gezeigt werden, das nach ausländischem Recht zulässig ist und deshalb nicht gelÜscht wird. Der Nutzer, der es aus Deutschland hochgeladen hat, kann jedoch trotzdem in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden.cite-ref-179[179]
Authentizität der Videos
Ebenso wie andere Online-Dienste mit Social-Networking-Charakter wird YouTube zunehmend als Plattform fßr Guerilla-Marketing genutzt. Die Authentizität von Inhalten ist häufig nur schwierig zu beurteilen.
Besondere Aufmerksamkeit erregten in der Vergangenheit unter anderem ein politisches Video, das sich kritisch mit dem ehemaligen US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Al Gore und seinem Engagement fĂźr eine Reduzierung des AusstoĂes von Treibhausgasen beschäftigte, sowie die tagebuchartigen VerĂśffentlichungen einer Video-Bloggerin mit Pseudonym lonelygirl15, welche den vermeintlichen Alltag eines vorgeblich streng religiĂśs erzogenen 16-jährigen US-Teenagers namens âBreeâ zum Inhalt hatten.
In beiden Fällen wurden Videos gezielt von Medienagenturen produziert, jedoch mit dem Anschein verbreitet, von Privatpersonen hergestellt und verĂśffentlicht worden zu sein. Kritische Stimmen, die bereits frĂźhzeitig die Glaubhaftigkeit und den Ursprung der Videos in Frage stellten, hatten zunächst keinen negativen Einfluss auf die groĂe Aufmerksamkeit und Beliebtheit, die die VerĂśffentlichungen jeweils erlangten.
Im Falle des Al-Gore-Videos konnten Beziehungen der produzierenden Werbeagentur zum MineralĂślkonzern ExxonMobil und zum Automobilhersteller General Motors aufgezeigt werden.cite-ref-180[180] Im Falle lonelygirl15 handelte es sich nach Auskunft der Produzenten um ein Experiment im Geschichtenerzählen (âan experiment in storytellingâ).cite-ref-181[181] Die Rolle der âBreeâ wurde von der neuseeländischen Schauspielerin Jessica Lee Rose gespielt.
Vorgehen gegen Download-Portale
Anfang Juni 2023 wurde bekannt, dass YouTube ebenfalls gegen invidious.io vorgeht. Dabei handelt es sich um eine quelloffene Software, die eine alternative Benutzerschnittstelle fĂźr YouTube anbietet. Es setzt den Fokus auf Privatsphäre und ein ethisches Design. AuĂerdem kann man darĂźber Kanäle ohne Google-Konto abonnieren. Die Entwickler erhielten eine E-Mail von YouTubes Rechtsabteilung, in der ihnen vorgeworfen wurde, die AGB und Nutzungsbedingungen des Dienstes zu verletzen. Das Projekt teilt diese Ansicht nicht und entgegnet, man habe diesen Dokumenten nie zugestimmt. Installation und Betrieb Ăźbernehmen die Nutzer selbst auf eigenen Servern.
Zensur
Siehe auch
:
Zensur im Internet
Als Zensur gilt im engeren Wortsinn das Eingreifen staatlicher oder sonstiger machtgestĂźtzter Institutionen, durch die im Sinne dieser Institutionen unerwĂźnschte Inhalte von der MedienĂśffentlichkeit ferngehalten werden sollen. Wenn der Vorwurf erhoben wird, in einem Staat werde YouTube âzensiertâ, dann ist zu beachten, dass es in Rechtsstaaten keine rechtsfreien Räume gibt. Die Tatsache, dass YouTube ein Video nicht lĂśscht, bietet auch in Rechtsstaaten Nutzern, die ein Video hochladen, keinen Schutz vor einer âNachzensurâ, vor allem in Form einer Strafverfolgung durch Organe des betreffenden Staates.
TĂźrkei
Am 6. März 2007 wurde in der TĂźrkei der Zugriff auf YouTube erstmals gesperrt. MaĂgeblich hierfĂźr war ein Video, in dem das Andenken an den StaatsgrĂźnder Mustafa Kemal AtatĂźrk beleidigt wurde, was nach dem Gesetz Nr. 5816 vom 25. Juli 1951 unter Strafe steht. Die längste durchgehende Sperre erfolgte nach Art. 8 Abs. 1 lit. b) des sogenannten âInternetgesetzesâcite-ref-184[184] i. V. m. Art. 1 des Gesetzes Nr. 5816 von Mai 2008 bis Ende Oktober 2010.cite-ref-185[185] März 2014 sperrte die tĂźrkische Regierung Recep Tayyip ErdoÄans die YouTube-Website infolge des Korruptionsskandals in der TĂźrkei.cite-ref-186[186]
China
Seit dem 31. Januar 2008 ist YouTube in der Volksrepublik China mit einigen Unterbrechungen gesperrt und nicht erreichbar. Die chinesische MedienbehÜrde hat mitgeteilt, dass damit der Zugriff und die Verbreitung von pornografischem Material verhindert werden sollen. Darßber hinaus mÜchte man angeblich sicherstellen, dass keine Videos im Internet gezeigt werden, die Staatsgeheimnisse verraten und somit der Stabilität der Gesellschaft schaden kÜnnten.
Diese Zensur gilt jedoch nicht nur fßr YouTube, sondern fßr sämtliche Videoportale im Internet. Bereits seit dem 31. Januar 2008 dßrfen in China erlaubte Videoportale nur noch von staatlich kontrollierten Unternehmen betrieben werden. Die chinesische Regierung kann dadurch bestimmen, welche Videos gezeigt werden dßrfen und welche nicht.
Pakistan
Nachdem die beanstandeten Inhalte von den Servern entfernt worden waren, wurde die Sperre am 26. Februar 2007 aufgehoben.cite-ref-188[188] Am 20. Mai 2010, am Everybody Draw Mohammed Day wurde YouTube wieder gesperrt.cite-ref-189[189] Die Sperre wurde später wieder aufgehoben.
Im September 2012 wurde das Portal nach Protesten gegen das Video Innocence of Muslims gesperrt.cite-ref-mz-2012-12-31-190-0[190]
Ende Dezember 2012 war das Portal drei Stunden lang erreichbar, bevor es ohne Angabe von GrĂźnden von der Regierung erneut gesperrt wurde.cite-ref-mz-2012-12-31-190-1[190]
Weitere Staaten
⢠Thailand: Der Zugriff war von 2006 bis 2007 wegen beleidigender Videos bezßglich KÜnig Bhumibol Adulyadej blockiert.cite-ref-192[192]
⢠Iran: Am 3. Dezember 2006 wurde YouTube zusammen mit weiteren Seiten blockiert, nachdem diese fßr unmoralisch erklärt worden waren. Die Sperre wurde kurzzeitig aufgehoben, aber nach der Präsidentschaftswahl im Iran 2009 wieder aktiviert.cite-ref-193[193]cite-ref-194[194]
⢠Libyen: Am 24. Januar 2010 wurde die Seite auf unbestimmte Zeit blockiert, nachdem dort Videos hochgeladen worden waren, die Demonstrationen der Familien der 1996 im Abu-Salim-Gefängnis getÜteten Gefangenen zeigten.
⢠Russland: Nachdem YouTube am 28. September 2021 die deutschen Kanäle des russischen Propagandasenders RT sperrte, drohte Russland mit der Sperre von YouTube in Russland.cite-ref-195[195]
Sabotage und Hackerangriffe
Immer wieder werden bekannte Videokanäle auf YouTube angegriffen und verändert.
SesamstraĂe
Im Oktober 2011 wurde der YouTube-Kanal der amerikanischen Ausgabe der SesamstraĂe manipuliert. Neben der Umbenennung wurden pornographische Inhalte in den Kanal geladen und unflätige Kommentare verĂśffentlicht. Der Kanal hatte zum Zeitpunkt des Angriffs etwa 140.000 Abonnenten und fast 500 Millionen Videoaufrufe.cite-ref-196[196]
Microsoft
Unbekannte verschafften sich am 23. Oktober 2011 Zugang zum YouTube-Konto von Microsoft und lÜschten diverse Inhalte, veränderten den Hintergrund und luden eigene Videos hoch. Microsoft erlangte jedoch am nächsten Tag bereits wieder die Kontrolle ßber den Kanal.cite-ref-197[197]
YouTube Secret Talents Award
â
Hauptartikel
:
Secret Talents Award
Der âYouTube Secret Talents Awardâ wurde 2007 ins Leben gerufen und letztmals 2011 veranstaltet. Er wurde parallel mit der YouTube-Aktion âDeutschland-Starâ gestartet. Der Wettbewerb diente zur FĂśrderung der âkreativen Userâ der Plattform. Nutzer sollten ihr Talent Ăźber hochgeladene Videos unter Beweis stellen. Eine prominente Jury nominierte dann aus den eingesendeten Videos die besten 25 bzw. 6 im Jahr 2011. Diese nominierten Videos wurden dann von der YouTube-Gemeinschaft bewertet. Der Wettbewerb endete mit einer Gala, zu der alle Nominierten eingeladen waren. Neben dem Gewinner wurden auch die Platzierungen 2 und 3 mit einer Auszeichnung geehrt.
YouTube TV
â
Hauptartikel
:
YouTube TV
Seit dem 28. Februar 2017 existiert YouTube TV mit einem kostenpflichtigen Video-on-Demand- und Streaming-Angebot mit Registrierungspflicht. Das Angebot von YouTube TV umfasst die wichtigsten US-amerikanischen Sender wie ABC, CBS, NBC, Fox, FX Network, AMC, CNN, Fox News, TBS, Discovery Channel und ESPN, deren Programme abgerufen werden kÜnnen.cite-ref-198[198] Der Dienst steht zurzeit nur Nutzern mit US-amerikanischer IP-Adresse zur Verfßgung (Stand November 2019). Insgesamt kÜnnen die ßber eine Million Nutzer (2019) mehr als 70 Kanäle sowie Eigenproduktionen von YouTube zu einem Preis von monatlich 50 US-Dollar (November 2019) abrufen.cite-ref-199[199]
YouTube Spaces (2012â2021)
Ab Sommer 2012 erĂśffnete Google an mehreren Standorten weltweit YouTube Spaces, um erfolgreiche Partner durch Produktionskapazitäten und Schulungen unterstĂźtzen zu kĂśnnen. Dabei handelt es sich um professionelle Studios fĂźr die Aufzeichnung von YouTube-Videos, die unter anderem mit hochauflĂśsenden Kameras, modernster Audio-Technik und Räumen fĂźr Aufnahmen mit der Bluescreen-Technik ausgestattet sind. Als erster ging im Juli 2012 der âYouTube Spaceâ im Londoner Stadtteil Soho in Betrieb.cite-ref-200[200] Es folgte im November 2012 die mit gut 3.800 m² bislang grĂśĂte derartige Einrichtung, der âYouTube Space Los Angelesâ. Dieser wurde in einem ehemaligen Helikopter-Hangar des vormaligen Hughes Airport in Playa del Rey errichtet. Ein dritter âSpaceâ ging im Februar 2013 in Tokio in Betrieb.cite-ref-201[201] Es folgte im Herbst 2014 noch ein âSpaceâ fĂźr die US-OstkĂźste in New York City.cite-ref-202[202] Im April 2015 erĂśffnete Google in Berlin den ersten âYouTube Spaceâ in Deutschland.cite-ref-203[203] Im Jahr 2021 wurde bekannt, dass YouTube aufgrund eines globalen Strategiewechsels alle seine YouTube Spaces schloss.cite-ref-204[204]
YouTube Premium
âYouTube Premiumâ ist ein kostenpflichtiges Abonnement von YouTube, das zurzeit in 29 Ländern angeboten wird.cite-ref-205[205] Vor der Umbenennung war âYouTube Premiumâ als âYouTube Redâ bekannt. Seine Funktionen sind Werbefreiheit, die MĂśglichkeit, Videos auf Android und iOS offline und im Hintergrund anzuschauen sowie ein mit inbegriffenes YouTube-Music-Abonnement.cite-ref-206[206] Eigenproduzierte Filme und Serien finden sich unter den sogenannten âYouTube Red Originalsâ wieder.cite-ref-207[207]cite-ref-208[208] Seit Mitte Juni 2018 ist âYouTube Premiumâ auch in Deutschlandcite-ref-209[209] und seit dem 14. November 2018 auch in der Schweiz und Ăsterreich verfĂźgbar.cite-ref-210[210]
Auszeichnungen
2007 wurden die GrĂźnder Steve Chen und Chad Hurley von der International Academy of Digital Arts and Sciences bei der elften Verleihung des Webby Awards als Personen des Jahres mit einem Preis ausgezeichnet.cite-ref-211[211] 2009 erhielt der in Merseburg geborene Jawed Karim den Sonderpreis des Deutschen IPTV Award.cite-ref-212[212]
Reichweitenstärkste YouTube-Kanäle
Nach Views
WR = World Ranking
Siehe auch
Wikipedia: WikiProjekt Videoplattformen â Wikipedia-interne Fachredaktion zum Thema Videoplattformen
⢠YouTube Shorts
Literatur
⢠Mark Bergen: YouTube. Die globale Supermacht. Wie Googles Videoplattform unsere Weltsicht dominiert. Droemer, Mßnchen 2022, ISBN 978-3-426-27849-9.
⢠Jean Burgess, Joshua Green: YouTube: Online Video and Participatory Culture. Polity Press, Cambridge 2009, ISBN 978-0-7456-4479-0.
⢠Oliver Creutz: YouTube. Und die ganze Welt schaut zu. In: stern, Nr. 15, 4. April 2012, S. 30â38. (Titelgeschichte).
⢠Lutz Frßhbrodt, Annette Floren: Unboxing YouTube. Im Netzwerk der Profis und Profiteure. Otto-Brenner-Stiftung, Frankfurt 2019, ISSN-Online 2365-2314.
⢠Roman Marek: Understanding YouTube: ßber die Faszination eines Mediums. Transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2332-1 (Dissertation Universität Paderborn 2012, 393 Seiten).
⢠Pelle Snickars: The YouTube Reader. National Library of Sweden, Stockholm 2009, ISBN 978-91-88468-11-6.
⢠Hendrik Unger, Christine Henning, Anne Unger: Play! Das Handbuch fßr YouTuber. 2., aktualisierte Auflage. Rheinwerk, Bonn 2019, ISBN 978-3-8362-6623-9.
Weblinks
Commons
: YouTube
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Offizielle Website von YouTube (mehrsprachig)
⢠Offizieller deutscher Blog von YouTube
Einzelnachweise
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cite-note-33. â Jens Minor: YouTube-Nutzer aufgepasst: Viele ungelistete Videos werden auf âPrivatâ gestellt â so kĂśnnt ihr es verhindern, abgerufen am 24. Juni 2021.
cite-note-44. â YouTube-Partnerprogramm: Ăberblick und Voraussetzungen. In: YouTube-Hilfe. Google LLC, abgerufen am 6. Dezember 2019.
cite-note-55. â YouTube-Hilfe: Multi-Channel-Networks (MCNs) fĂźr YouTuber
cite-note-66. â 15 Jahre YouTube - Wusstest du, dass YouTube als Dating-Plattform startete? 14. Februar 2020, abgerufen am 31. März 2022.
cite-note-77. â Brenda Haas: 20 Jahre YouTube: Wie alles begann. In: Deutsche Welle. 13. Februar 2025, abgerufen am 13. Februar 2025.
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